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Osprey Mutant 38

Ganzjahresprofi

Der Rucksack Osprey Mutant 38 ist laut Hersteller geschaffen für die ganzjährliche Verwendung, egal ob beim Klettern im Sommer oder im Winter.

Er wird angepriesen als verlässlicher, superleichter, anpassbarer und vielseitiger Kletterpartner fürs ganze Jahr. Das Team von be-outdoor.de in Person von Andy Schmidt hat den Rucksack bei der Tour letzten Freitag auf Tirols höchsten Gipfel, über die Wildspitze-Nordwand, genauer unter die Lupe genommen.


Rucksack anpassen – der erste Eindruck

[BILD1] Schon bevor es eigentlich richtig losgeht, punktet der Hersteller Osprey in Sachen Individualität: es ist Zeit ein bisschen an sich zu messen, einmal die Rückenlänge und dazu der Hüftumfang. Wem dies ganz old school mit dem Maßband zu langweilig ist, kann auch die Hersteller-App ran lassen und sich mittels Fotos von dieser vermessen lassen. Schließlich soll der Rucksack ja passen. Gespannt auf Paßform und Sitz hab ich das Paket aus England nach dem Eintreffen gleich aufgerissen und ein paar Sachen zusammen gesucht, den Mutant damit vollgestopft und auf den Rücken geschnallt. Wow, sitzt gut und lässt sich mit wenigen Handgriffen an den Trageriemen und an Hüft- und Brustgurt perfekt an das eigene Gestell anpassen. Erster Eindruck: der Mutant könnte echt ein Begleiter für schwere Touren in Fels und Eis werden. Nach einer Weile merkt man gar nicht mehr, dass man ihn auf dem Rücken hat und er macht jede Bewegung mit ohne rum zu eiern…



Durchdachte technische Details

Bei der ersten Inaugenscheinnahme fallen zahlreiche Features positiv auf, man merkt, dass da in der Entwicklung wirkliche Praxiserfahrung steckt:


  • Abnehmbarer Deckel
  • zwei Deckelfächer (vorne und hinten)
  • Lasche am Reißverschluss des großen Fachs zur Bedienung mit Handschuhen
  • FlapJacket als Verschluss bei abgenommenem Deckelfach
  • extra Schlüsselfach innen (für Wertsachen etwa, Autoschlüssel)
  • die seitliche Kompressionsriemen im Zick-ack lassen sich perfekt einstellen
  • Innenclip verspannt die Rückenseite mit der Vorderseite, wenn wenig im Rucksack ist (da wackelt nichts)
  • seitliche Skihalterung links & rechts
  • schnell zu bedienendes DualToolLock Attachment System für Eisgeräte
  • abriebfeste Front
  • Seilhalterung unter dem Deckel
  • integrierte Helmhalterung (im vorderen Deckelfach)
  • Hüftgurt mit prima Materialschlaufen
  • wirklich handschuhfreundliche Schnallen
  • internes Fach für Trinkschlauch
  • Signalpfeife in Brustgurtschnalle

Genug mit dem Vorgeplänkel, ab in den Einsatz!

[BILD2] Nachdem Jacken, Wechselkleidung, Kletterhardware, Gurt, Steigeisen, Eisgeräte und Proviant verstaut sind und der Helm auch seinen Platz an der Deckelhalterung gefunden hat, kann es losgehen. Vom Mittelbergjoch ziehen wir über den Taschachferner der Wildspitze Nordwand entgegen. Wir ziehen unsere Spur unter wolkenlosem Blau im frischen Pulver über den Gletscher und genießen abseits der Normalweg-Ameisenstraße die Einsamkeit unter Tirols höchstem Gipfel. War da noch was? Ach ja, der Rucksack. Der sitzt ohne zu drücken, prima ausgewogen auf der ultradünnen Jacke. Es scheuert nichts, so soll es sein. Auch die Belüftung ist in Ordnung, wenn gleich man aufgrund des perfekten Sitzes hier kleine Abstriche in Kauf nehmen muss. Schon stehen wir am Bergschrund unter der Nordwand. Gerödel raus, Eisgeräte weg vom Rucksack, Steigeisen anziehen, dafür Ski und Stöcke ran. Rucksack kleiner machen, ist ja jetzt weniger drin, die Laschen und Kompressionsriemen lassen sich mit den Handschuhen einwandfrei bedienen, schließlich den Innenclip noch festzurren und ab das Ding mit den Skiern auf den Rücken.



Osprey Mutant 38 – der perfekter (Eis-)Kletterbegleiter in der Wand

[BILD1] Die Wand ist mit 50° Neigung nicht schwer und hat dazu noch perfekte Bedingungen. Der beinhart gefrorene Styroporschnee quietscht unseren Eisgeräten und Steigeisen, derweil sitzt der Mutant inkl. Ski wie eine Eins auf meinem Rücken. Es flutscht, wir sind oben. Ein Traumtag mit perfekter Ausnutzung des Zwischenhochs. Gipfelbild, einen Schluck trinken und ab geht`s 2000 Höhenmeter über den Taschachferner hinaus nach Mittelberg. Auch auf der Abfahrt macht der Rucksack eine prima Figur, es gibt nichts zu meckern. Einziger Wehmutstropfen, sofern man denn ein Haar in der Suppe finden will: als Toploader verfügt der Mutant über keinen weiteren Zugang zum Hauptfach, wie zum Beispiel  über einen weiteren Reißverschluss an der Vorderseite. Bedeutet man muss alles auspacken, will man genau an die Jacke, die dummerweise ganz unten im Rucksack verstaut ist.

 

Fazit

Loben wir mal auf Bayrisch: net schlecht (= Note Eins mit Stern, ein geiles Teil!). Der robuste Mutant 38 Rucksack von Osprey ist perfekt für alpinistische Tages- und Mehrtagestouren und spielt gerade im Winterbergsport, auf Skitour, Hochtour oder beim Fels-, Mixed- und Eisklettern seine Trümpfe aus. Das Preis-Leistungsverhältnis (UVP 120,- Euro) ist superklasse!



Text: Andy Schmidt
Bildmaterial: Andy Schmidt

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