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Author
Petra Sobinger

Tag 5 - Von Revine Lago (Vittorio Veneto) nach Conegliano

Endlich wieder Sonne...

Nach dem gestrigen Regentag erwachen wir heute mit der bangen Hoffnung, dass uns Petrus hoffentlich wieder wohlgesonnen sein möge und uns Sonnenschein schickt. In der Tat, beim Aufziehen der Vorhänge werden wir mit blauem Himmel und Sonnenschein geweckt. Die wenigen dunklen Wolken am Himmel ignorieren wir und machen uns nach der morgendlichen Gassirunde auf zum Frühstück. Giorgia, die Juniorchefin unserer sympathischen Herberge Hotel Cadelach in Revine Lago, begrüßt uns fröhlich und weist uns auf ein paar Besonderheiten hin, die sie in ihrem Hotel anbieten.

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Neben der Traumlocation als Hochzeits-,  Tagungs- oder Urlaubsziel, bietet die ausgebildete Diätspezialistin auch zahlreiche Entgiftungskurse und Kochseminare an. Ziel der Seminare ist es, seinen Körper mit den für ihn guten Lebensmitteln gesund zu ernähren, eventuelles Übergewicht abzubauen ,um sich und seinem Körper auch im Alltag zukünftig Gutes zu tun. Von speziellen Teesorten über Tipps für gesunde morgendliche Säfte über diätische Lebensmittel bis hin zu klassischen Marmeladen, Wurst und Käse offeriert uns das Frühstück, was das Herz begehrt. Erneut keimt der Wunsch bei uns auf, hier ein paar Tage länger zu verweilen.


Auf nach Vittorio Veneto

Aber der Weg ist bekanntlich das Ziel und darum zieht es uns weiter. Zunächst zum Sightseeing nach Vittorio Veneto und dann weiter bis nach Conegliano. Mit dem Wissen, dass die ersten Kilometer nur bergab gehen, schwingen wir uns frohgelaunt auf die Räder und strampeln Richtung Vittorio Veneto.

Nach einer guten halben Stunde erreichen wir das knapp 30.000 Einwohner große sympathische Städtchen und flanieren zunächst ein wenig durch die Altstadt. Enge kleine Gassen, unebenes Kopfsteinpflaster daß viele Jahrhunderte voller Geschichte erlebt hat und eine alte Burgruine, die besonders das Interesse von Tim auf sich zieht. Leider ist sie abgesperrt und auch das benachbarte Burgtor ist verschlossen.

Auf unser Klingeln öffnet sich wie bei Rapunzel im oberen Stockwerk ein Fenster und wir werden darüber aufgeklärt, dass man hier als Übernachtungsgast tolle Führungen bekommen kann. Allerdings nur, wenn man sich vorher anmeldet. Sehr schade, dass wir das nicht vorher wussten. Die Enttäuschung steht dem Nachwuchsredakteur ins Gesicht geschrieben, aber es ist leider nicht zu ändern.

Wir machen uns auf, den sympathischen Ort weiter zu erkunden und nach wenigen Metern erreichen wir einen geräumigen Platz mit zahlreichen Geschäften und Bars sowie einer kleinen Kirche. Besonders das große Plakat vor der Apotheke erweckt unsere Aufmerksamkeit, denn hier steht ausführlich beschrieben, dass Hunde willkommen sind und nicht draußen angebunden werden müssen. Sehr sympathisch denken wir und besichtigen als Nächstes die Kirche.



Eiszeit bei der Gelaterita in Vittorio Veneto

Als wir gerade weiter fahren wollen, kommen wir mit einer deutschsprachigen Frau namens Rita ins Gespräch. Rita hat lange in Deutschland gelebt und ist Miteigentümerin der Eisdiele Gelaterita am benachbarten Platz. Daher auch der Name Gelaterita, statt Gelateria!

Der sympathischen Rita verdanken wir nicht nur eine Einladung zu einem leckeren Eisbecher, sie klärt uns auch darüber auf, dass überall an diesem Platz Hunde willkommen sind. Egal ob Apotheke, Bar oder Eisdiele - wenn das nicht erwähnenswert ist! Das auf biologische Art hergestellte Eis schmeckt hervorragend und wir könnten noch stundenlang hier sitzen bleiben.

Wir genießen noch ein wenig das italienische Flair am Rande des kleinen Kanals, der durch Vittorio Veneto führt, bis wir uns dann doch zur Weiterfahrt aufmachen.



Am Kanal entlang

Das nächste Wegstück führt uns noch ein Stück durch den alten Teil von Vittorio Veneto. Als Erstes fahren wir noch einige Meter parallel zum Kanal entlang und freuen uns, heute endlich mal entspannt auf ruhigen Radwegen weiterzukommen. Die Redaktionshunde genießen den weichen Waldboden unter den Pfoten und jagen den Enten auf dem Wasser hinterher. Genauso hatten wir uns diese Tour vorgestellt.

Leider ist dieser Traum nach einer guten Viertelstunde bereits wieder ausgeträumt und uns holt der italienische Wochenendverkehr ein. Am Ende des Kanalweges führt uns der malerische Radweg zunächst in das neue Zentrum von Vittorio Veneto. Von hier aus versuchen wir auf dem weiteren Weg Richtung Conegliano so lange wie möglich durch ruhige Wohngebiete zu fahren.

Zu unserer Freude finden wir innerhalb der zentrumsnahen Wohngebiete sogar einen relativ durchgehenden Radfahrstreifen auf dem Bürgersteig. Leider endet dieser recht bald wieder und wir stoßen auf die dichtbefahrene Landstraße, die aus Vittorio Veneto herausführt. Trotz der teilweise recht rücksichtslosen Autofahrer, die uns im Minimalabstand überholen, hält sich unser Team außerordentlich wacker und wir vermögen es kaum zu glauben, als wir am Ortsausgang auf der gegenüberliegenden Seite einen Radweg entdecken, der sogar mit einem Grünstreifen vom Autoverkehr abgetrennt ist.

Allerdings haben wir auf unserer Seite keinen Hinweis dazu entdeckt. Auch einen direkten Übergang zu diesem Radweg gibt es nicht von unserer Seite aus. Also fahren wir wieder ein paar Meter zurück und warten auf eine verkehrsarme Lücke, um auf die andere Seite zu wechseln. Ein breiter Fahrradweg erstreckt sich bis in die Ferne und wir hoffen, dass wir derartig entspannt unseren Weg für die nächsten Stunden fortsetzen können.

Der parallel verlaufende kleine Bach erfreut die Hunde, duftende Feldblumen an unserer Seite und ein strahlendblauer Himmel sorgen für eine gute Stimmung. Leider wechselt der Radweg im Verlauf der Strecke recht schnell wieder auf die andere Straßenseite und hört nach kurzer Seite erneut komplett auf. Da die Hunde bisher den ganzen Tag neben uns herlaufen durften, schicken wir sie zur Sicherheit auf dieser Hauptstraße wieder in ihren Hänger und wir begeben uns in den Verkehr, der mittlerweile gottseidank wieder etwas weniger geworden ist.


Kurz vor Conegliano hält Petrus noch eine kleine Schlechtwetterfront für uns bereit und schickt uns kalten Gegenwind. Dem zum Trotz suchen wir erst mal wieder eine kleine Bar und erkundigen uns nach den letzten Metern. Eine gute Stunde heißt es, haben wir noch vor uns. In Anbetracht der über 100 Kilometer, die wir bereits hinter uns haben ein Klacks!

Hoffen wir zumindest, aber wir machen uns schon mal auf gute zwei Stunden gefasst, zumindest haben wir diese Erfahrung in den vergangenen drei Tagen gemacht. Wir begeben uns wieder auf den Weg und folgen der Landstraße. Immer gradeaus und fast ein wenig eintönig verläuft der folgende Teil, da wir wegen der Autos nur hintereinander fahren können.

Auf der Karte finden wir eine kleine Abkürzung durch die Weinberge und sind glücklich, diese genommen zu haben. Nicht nur die Hunde können hier wieder frei herumspringen, wir passieren auch einen Spielplatz, den Nachwuchsredakteur Tim für eine ausgiebige Pause nutzt.

 

Endspurt nach Conegliano

In der Tat, aus den letzten Metern werden – auch durch die Spielplatzpause, noch fast zwei Stunden. Je näher wir Conegliano kommen, desto mehr Verkehr erwartet uns wieder. Zu unserer Freude entdeckt Tim aber recht schnell einen Radweg, sodass wir für diesen Tag den Verkehr endlich los sind.

Viele wunderschöne Bäume säumen den gemischten Rad- und Fußweg. Vom Anblick her ein Traum, mit Anhänger am Rad zwischendurch ein wenig eng. Nach wenigen Metern erblicken wir schon den ersten Wegweiser zu unserem Hotel und sind erfreut, dass wir für den heutigen Tag bald am Ziel sein sollten. Schließlich erreichen wir den alten Teil von Conegliano, in dem sich unsere Unterkunft, das Best Western Hotel Canon d`Oro befindet.

Ja - genau solche kleinen Städtchen hatten wir uns für unsere Tour erhofft! Jahrhundertealtes Kopfsteinpflaster, wunderschön hergerichtete historische Gebäude mit unzähligen Säulen und Fresken und eine verkehrsberuhigte Zone, in der wir nicht ständig rechts und links schauen müssen, ob noch alle da sind! Viele kleine Bars und Läden laden ebenso zum Verweilen ein wie der sonnige Marktplatz mit seinem gemütlichem Cafe unter den knalligen Sonnenschirmen.

 

Vom Vier Sterne Hotel zur Käserei

Mitten in diesem historischen Stadtzentrum liegt das wunderschöne Best Western Hotel Canon d´Oro. Direkt an der alten Contrada Granda gelegen, die mittlerweile in die Via XX Settembre umbenannt wurde, begrüßt uns das Vier Sterne Hotel schon von weitem mit seiner wunderschönen, mit Fresken geschmückten Fassade. Der alte Palazzo aus dem 16. Jahrhundert wurde komplett renoviert und mit Möbeln im klassischen Veneto-Stil und vielen Antiquitäten eingerichtet. Unter dem überdachten Fahrradständer im Hof finden sowohl unsere beiden Räder, als auch der Hundeanhänger problemlos Platz.


Federico Capraro, der äußerst sympathische Hotelmanager begrüßt uns mit einer kleinen Erfrischung und informiert uns noch kurz, dass er uns gerne am Abend zum Essen in die Latteria Perenzin einladen möchte. Dann haben wir ganze drei Stunden Zeit zum Relaxen. Nunja – Relaxen nicht ganz, denn zur Halbzeit steht mal ein wenig Wäschewaschen an. Unser Hotelzimmer verwandelt sich in einen Trockenraum und wir hoffen, dass auch alles wieder am nächsten Morgen trocken ist. Pünktlich brechen wir auf und Federico bringt uns in die Latteria Perenzin in Bagnolo, keine Viertelstunde von Conegliano entfernt.


Die kleine Käserei stellt sich als sympathisches Familienunternehmen heraus, das bereits in der vierten Generation das Thema Käse in den Mittelpunkt ihres Lebens gestellt hat. Das einladend gestaltete Ladengeschäft im Eingangsbereich zieht uns mit seiner großzügigen Ladentheke und den vielen leckeren Produkten direkt in seinen Bann. Emanuela Perenzin, die Urenkelin von Domenico Perenzin, der die Käserei, gemeinsam mit seinen Söhnen gegründet hat, und Carlo Piccoli der Käsemeister, begrüßen uns herzlich in ihrem Geschäft.

Die Latteria Perenzin präsentiert sich uns aber nicht nur als reine Käserei, sondern vielmehr als gelungener Mix aus Geschäft, Bistro und Restaurant direkt neben der Käserei. Zur Freude von Nachwuchsredakteur Tim, erwartet uns ein reservierter Platz direkt vor dem großen Flatscreen, auf dem am heutigen Abend ein Spiel seiner Lieblingsmannschaft übertragen werden soll. Klar – wir sind ja in Italien und da ist Fußball schauen ein Muss!

 

Gaumenschmaus vom Feinsten

Bevor Emanuela und Carlo uns in die heiligen Räume der Käserei führen und die einzelnen Produktionsabläufe erläutern, dürfen wir noch diverse hausgemachte Köstlichkeiten probieren. Von handgemachten Gnocchi über Bucatini sowie unzählige andere Sorten wissen wir vor lauter Auswahl kaum, welche Gerichte wir wählen sollen.

Eines ist sicher, lecker ist alles und eines ist klar, wer in seinem Leben nach Conegliano kommt, der darf auf keinen Fall verpassen, hier vorbeizuschauen! Passend zu den einzelnen Gerichten gibt es handverlesene Weine, über die das symathische und hervorragend informierte Personal stets die richtigen Informationen aus der Hinterhand zaubert.

Das Publikum besteht aus einem bunten Mix von Gästen, die teils mit und teils ohne Kinder wahlweise im Restaurant- oder im Bistrobereich Platz nehmen. Hier kommt man hin, um entweder schick essen zu gehen, oder sich einfach nur auf einen Snack mit Freunden zu treffen.

 

Alles Käse

Zum Abschluss dürfen wir dann noch die einzelnen Stationen der Käserei besichtigen und kommen kaum mit dem Zählen nach, wie viele verschiedene Sorten und Käselaiber hier lagern. Viele historische Werkzeuge und Maschinen lassen die Latteria fast wie ein liebevoll hergerichtetes Museum wirken, welches auch immer wieder gerne von Interessenten besichtigt werden darf.

Leider vergeht die Zeit viel zu schnell, denn wenn Carlo ins Plaudern kommt und von den viele Seminaren erzählt, die er selber abhält und Emanuele mit glänzenden Augen über neu kreiierte Käsesorten spricht, dann spürt man, wie viel Liebe die beiden zu ihrem Beruf mitbringen und dass sie ihn förmlich leben.

Schade, dass wir in unseren Packtaschen nur ein begrenztes Raumangebot haben, denn am liebsten würden wir zwei Dutzend Käsesorten mitnehmen. Aber ein kleines Sortiment tut es auch und wir freuen uns jetzt schon auf die morgige Brotzeitpause, um den Käse zu genießen.

 

Fazit des heutigen Tages

Die heutige Tour ist als Familienradtour abschnittsweise sehr empfehlenswert. Sowohl der historische Teil von Vittorio Veneto bis weit hinein in den neuen Teil von Vittorio Veneto sowie die Altstadt von Conegliano sind für Nachwuchssportler problemlos zu erradeln. Auch der großzügige Radweg auf der Ausfallstraße von Vittorio Veneto und unsere Schleichwege abseits der Hauptstraße sind für Kinder tolle Radabschnitte.

Man muss sich allerdings bewusst sein, dass es immer wieder Teilstücke gibt, an denen man insgesamt ein gutes Drittel der Strecke komplett auf der Haupt- bzw. Landstraße fährt und somit dem Autoverkehr ausgesetzt ist. Dieser ist nicht immer wirklich rücksichtsvoll und raste in unserem Fall auch schon mal ohne mit der Wimper zu zucken keine 30 Zentimeter an Redaktionshund Julie vorbei. Das muss man mögen und neben den eigenen starken Nerven Hunde und Kinder haben, die damit umgehen können.

Toll sind ohne Frage solche Tagesabschlüsse wie bei uns, wenn man nicht nur ein Hotel hat, zu dem es ausnahmsweise auf den letzten Metern keine Steigung mehr hat und dann auch noch so herzliche empfangen wird, wie von Federico und seinem Team. Von der Latteria Perenzin ganz zu schweigen. Alles in allem, für uns Vier – ein mehr als nur gelungener Tag!



Perenzin Latteria snc
Via Cervano, 85
Bagnolo die San Pietro die Feletto (TV)
Italien
Tel: 0438 21355
 
Best Western Hotel Canon d'Oro 
Via XX Settembre 131
Centro Storico
31015 Conegliano
Italien 
Tel:0039 02637841 
 

Text: Petra Sobinger
Fotos: Petra Sobinger

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