Author
Petra Sobinger

Vom Königssee bis ins Wimbachgries

Höhenmeter mit Traumaussicht

Die Watzmannumrundung wird in einigen Tourberichten als Tour vom Wimbachgries bis an den Königssee empfohlen. Die schönere Variante ist aber eigentlich genau andersherum zu laufen. Von St. Bartholomä über die Sigeretplatte und dann durch das Wimbachgries bis in die Ramsau.

 

Weitere Bilder findet Ihr in unserer Bildergalerie

 

 

 

Mit dem ersten Boot über den Königssee

Startpunkt ist der Parkplatz Königssee. Am Besten  mit einem der ersten Boote, denn dann entgeht man nicht nur dem Touristen-Besuchertrubel nach St. Bartholomä, sondern hat auch noch den ganzen Tag vor sich. Am Ticketschalter eine "One-Way-Fahrt" nach St. Bartholomä gekauft und schon geht es ab über den Königssee. Dank der frühen Stunde mit zahlreichen rucksackpackten Wanderern, die ebenfalls die frühe Stunde nutzen.
 
 

Immer am See entlang

 
In St. Bartholomä angekommen wendet man sich nach links Richtung Obersee und wandert zunächst circa eine halbe Stunde am Seeufer entlang. Ab dann geht es die nächsten Stunden nur noch bergauf. Durch teils dichten aber auch immer wieder lichten Wald der viele traumhafte Ausblicke auf den morgendlichen Königssee geht es immer Richtung Wimbachgries, bzw. Wimbachgrieshütte. Nach circa Anderthalbstunden lichtet sich der Wald immer mehr und der Weg wird immer sonniger. Die Steigung aber bleibt und auf dem Weg zu den Hachelköpfen heißt es auch ein paar Felsbrocken zu überwinden, die sich dem Bergwanderer mitten auf dem Weg präsentieren.
 
 

Ein wenig Abenteuer darf sein

 

Im weiteren Verlauft führt uns der Weg über einen 30m langen Holzsteg, der aber gut per Drahtseil gesichert ist und auch mit Hunden (an der Leine) gut begangen werden kann. Danach folgen die letzten Anstiegsmeter zunächst wieder durch den Wald, später an kargen aber imposanten Felslandschaften bis zu den Überresten der Unterlahneralm. Das kleine Plateau bietet sich idealerweise für eine kleine Pause an. Und dann danach heißt es dann nur noch bergab, es sei denn man macht noch einen kleinen Abstecher auf einen der umliegenden Berggipfel. 

 
 
 

Ab in das mystische Wimbachgries

 

Wählt man die Abstiegsvariante, so hat man rechterhand stets einen tollen Ausblick auf das Watzmannkar, über das die Bergsteiger absteigen. Der Weg verläuft zunächst über einen schmalen Weg, der auf Höhes eines Kiesbandes, dass man durchqueren muss mit einem Drahtseil vorsichtshalber gesichert ist. Im weiteren Verlauf wird der Weg immer breiter und geht ins das fast schon mystisch wirkende Wimbachgries ins seiner schier unendlichen Weite.

 
 
 

Von der Wimbachhütte zum Wimbachschloss

 
Die erste Einkehrmöglichkeit bietet sich uns an Wimbachgrieshütte, nach circa einer halben Stunde folgt das Wimbachschloss und dann geht es immer weiter Richtung WImbachklamm bis in die Ramsau.
 
Aufgepasst: Anfangs- und Endpunkt sind bei dieser Tour unterschiedlich. Es gibt zwar die Möglichkeit von hier zum Königssee und somit zum Auto zu laufen, aber dann verlängert sich der Weg nochmal um gute anderthalb Stunden je nach Geschwindigkeit. Wer den öffentlichen Nahverkehr für die Rückkehr zum Parkplatz nutzen möchte, sollte unbedingt vorher die Busfahrpläne studieren. 
 
 

Tourdaten 

  • Höhenmeter: 1.127m
  • Gehzeiten: je nach Kondition und Geschwindigkeit zwischen sechs bis acht Stunden
  • Distanz: circa 22km
  • Ausgangspunkt Parkmöglichkeiten: Parkplatz Jennerbahn/KönigsseeAnfahrt mit öffentlichen Vekehrsmitteln: vom Bahnhof Berchtesgaden mit RVO zum Parkplatz Jennerbahn/Königssee
  • Navi: Parkplatz Königssee/Jennerbahn
  • Infos für Hundebesitzer: tolle Tour, wenig Wasser, bitte an der Leine wg. Wild
  • Infos für Eltern: Nur für konditionsstarke Kinder, machbar ab circa 10 bis 12 Jahren
  • GPS / Geocaching: 
  • Hüttenschmankerl: tolle Hüttenschmankerl in der Wimbachgrieshütte und im Wimbachschloss
  • Übernachtungsmöglichkeiten: im Ortsteil Ramsau
  • Bergbahn: Nein
  • Kartenmaterial: Berchtesgadener Alpen / Ramsau
  • begehbar von Frühjahr bis Herbst

 

Text: Petra Sobinger
Bildmaterial: Petra Sobinger / Andreas Burkert (drive-and-style.de)

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