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"DIE RUINEN unserer HEIMAT"

Eine neue Ruine aus NRW

Verlassene Häuser, dem Verfall überlassene Bauwerke, Ruinen sind allgegenwärtig.

Die nächste Geschichte für unsere Serie rund um mystische Gebäude voller Sagen und Mythen ist eingetroffen. 

Hier geht`s zu unseren Ruinen...

 

 

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Author
Tim Sobinger

Von der Kunst zwischen den Zechen

 

Im Zickzack durch NRW

"Warten auf den Fluß": Wir wollten es wissen – was bedeutet die Aussage? Also machten wir uns auf den Weg nach Essen-Altenessen zur Emscherinsel zwischen Nordsternpark und Schurenbachhalde, einer aufgeschütteten Zechenhalde. 

 

Mitten in der Natur standen wir dann vor einer 38 m langen hölzernen Zickzack-brücke, die von dem niederländischen Künstlerkollektiv Observatorium entwickelt und gebaut wurde. Die Zickzackform der Brücke gibt den Blick frei auf die grüne Landschaft und schafft kleine Innenhöfe zwischen den drei Pavillons.

 

Reise durch NRW - Erlebe Dein grünes Wunder

 

Schon einmal, im Jahr 2010 zum Kulturhauptstadtjahr stand diese Brücke auf der Emscherinsel bevor sie ihren Weg antrat entlang der Emscher in Oberhausen, Castrop-Rauxel und Dordrecht. Jetzt zum “Grüne Hauptstadtjahr Europa Essen 2017“ kehrt sie zurück nach Essen und trägt das Motto “Erlebe Dein grünes Wunder“.

 

Übernachtungsmöglichkeiten und mehr

 

Im Innern dieser hölzernen Brücke befinden sich zwei Schlafräume mit jeweils 4 Schlafmöglichkeiten, einer Gemeinschaftsnasszelle und einer kleinen Küche. Hölzerne Stege verbinden die einzelnen Räumlichkeiten. Die Übernachtungsmöglichkeiten sind für lange Zeit ausgebucht. Besonders angenommen von vielen Radfahrern, da der Emscherradweg in unmittelbarer Nähe vorbeiführt.

 

 

Die Buchung beinhaltet Übernachtung, Frühstück und Abendessen. Betreut werden die Gäste von der Künstlerin Marja Zomer, die selbst auf ihrem Boot ’Jannetje’ am Rhein-Herne-Kanal wohnt. Es handelt sich aber nicht nur um eine Übernachtungsmöglichkeit, es finden auch Gespräche, Diskussionen, Lesungen und workshops statt.

 

 

Volunteers stehen Besuchern und Interessierten Dienstags bis Sonntags von 12.oo bis 18.oo sehr freundlich zur Verfügung.

 

Woher kommt der Name?

 

Aber warum “Warten auf den Fluß“? Bis zum Jahr 2020 soll der seit mehr als hundert Jahren träge und verschmutzt dahinfließende Abwasserfluß Emscher von allen Abwässern befreit sein und zu einem sauberen Fluß einschl. seiner zulaufenden Bachläufe werden.

Die Region zwischen Holzwickede und Dinslaken soll sich zu einer abwasserfreien Region verwandeln. Die Abwasser werden dann über einen unterirdischen Abwasserkanal abgeleitet. Die Zickzackform der Brücke und die Breite des Bauwerks soll den späteren Flußlauf darstellen. Besonders erfreulich: In den bereits renaturierten Bereichen des Flusses erobern sich zahlreiche Tierarten ihren Lebensraum zurück.

 

 

Bei diesem Projekt handelt es sich um ein Milliardenprojekt der Emschergenossenschaft, dem Regionalverband Ruhr und der anliegenden Kommunen. Die Stadt Essen dokumentiert auch hier den Strukturwandel im Revier und zählt mit Recht zu einer der grünsten Städte in NRW.

Also warten wir jetzt auf den sauberen Fluß!

 

Weitere Infos findet Ihr unter www.wartenaufdenfluss.de

 

Text: Tim Sobinger
Bildmaterial: M-L Sobinger

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