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Author
Petra Sobinger

Mobiles Surfen ohne Sorgenfalten

 

Für das Daddeln ohne Grenzen

Erfolgreich angenommen oder nicht? 

Seit dem 1. Juli 2017 fallen innerhalb der Union nämlich keine Extra-Kosten mehr fürs Telefonieren, Simsen und Surfen an. Der Tourenanbieter GetYourGuide hat im Rahmen einer repräsentativen Umfrage 1.000 Teilnehmer zum Thema Roaming auf Reisen befragt.

 

„Flurfunk“ trägt Früchte

Und wie zu erwarten, die Handynutzung im Urlaub ist merkbar angestiegen

  • 81 Prozent gaben an, dass sich der Wegfall der Zusatzkosten für die Handynutzung im Ausland überaus gut herumgesprochen
  • 14 Prozent sahen großes Potenzial für mehr Nutzung im Urlaub. Sie wissen zwar, dass es eine Neuerung gab, sind sich allerdings nicht sicher, welche Vorteile dies genau für sie bringt 
  • 5 Prozent der Befragten gaben an, vom Wegfall der Roaming-Kosten noch gar nichts gehört zu haben

 

Handynutzung schießt um gut 30 Prozent nach oben

Vertrauen in die Neuerung hin oder her – auf das Nutzerverhalten der Handy-User im Ausland hat der Wegfall der Roaming-Kosten bereits spürbaren Einfluss

  • 31 Prozent gaben im Rahmen der Umfrage an, ihr Smartphone dieses Jahr schon mehr genutzt zu haben
  • 61 Prozent bemerkten, dass sich ihre Nutzung auf dem bisherigen Level gehalten hätte
  • 7 Prozent gaben an, dass sie ihr Handy im Sommerurlaub 2017 weniger genutzt hätten

 

Junge User und Millennials ganz heiß auf Handynutzung im EU-Ausland

Besonders offen für die Nutzung ihre Smartphones zeigen sich die jungen User, genauer gesagt die sogenannten Millennials. Sie stechen bei den einzelnen Kategorien der Handynutzung teilweise deutlich hervor

  • Rund 58 Prozent der 18- bis 24-Jährigen nutzen vermehrt die Navigation seit dem Wegfall der Roaming-Kosten
  • 53 Prozent freuen sich über Social Media „ohne Grenzen“
  • Bei 52 Prozent steht dadurch auch die Kommunikation mit Freunden höher im Kurs als zuvor Spitzenreiter in weiteren Kategorien

 

Weitere Kategorien

Die Nutzer im Alter zwischen 25 und 34 Jahren positionierten sich sogar noch bei anderen Kategorien

  • 52 Prozent unter ihnen setzen ihr Handy nun vermehrt für die Suche nach Restaurants, Bars und Unterkünften ein – also Reisebausteine, die mit Kosten verbunden sind
  • 46 Prozent recherchieren nach Attraktionen
  • 38 Prozent suchen über das mobile Endgerät nach Informationen über das Reiseziel

 

Neuer Trend?

Der GetYourGuide-CEO Johannes Reck sieht sich in seinen Prognosen, bestätigt, dass der "Trend zur spontanen Reisegestaltung über das Handy angestiegen ist und weiter steigen würde". So erläutert er: "Der Wegfall der Roaming-Kosten beweist, wie groß die Tendenz ist, seine Reise während des Aufenthalts und in Echtzeit zu planen.

Wie wir anhand einer GetYourGuide Umfrage in den USA gesehen haben, nutzen dort bereits drei Viertel das Mobiltelefon, um ihren Reiseverlauf bzw. ihre Aktivitäten am Reiseziel zu organisieren. Diese Form der spontanen Reisegestaltung über das Handy wird nach dem Wegfall der Roaming-Kosten nun noch viel mehr auch in Europa immer stärker Einzug halten“, so zeigt sich der Reise-Experte überzeugt.

 

Navigation und Recherche legen deutlich zu

Befragt nach einzelnen Kategorien, zeigten die Nutzer vor allem eine größere Affinität zur Navigation mit dem Handy

  • 35 Prozent gaben an, nun verstärkt die GPS-Hilfe ihres Endgeräts bei der Orientierung zu nutzen
  • 32 Prozent suchen verstärkt nach Attraktionen vor Ort
  • 30 Prozent entfallen je auf Social Media, die Suche nach Restaurants, Bars und Unterkünften sowie Informationen rund ums Urlaubsziel
  • 29 Prozent entfallen auf die Kommunikation zu den Mitreisenden Skepsis trotzdem noch immer groß

 

Dass in puncto kostenfreies Roaming noch ein Rest Aufklärungsbedarf besteht, fördern die Antworten auf eine weitere Frage zutage. So sagte zwar mit knapp 47 Prozent fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer, dass sie mit der neuen Regelung keine weiteren Kosten erwarten. Dagegen stehen jedoch 53 Prozent, die der Sache offensichtlich noch nicht ganz trauen und glauben, auf der Rechnung eine böse Überraschung zu finden.

 

Informationen zur Umfrage

Alle Daten, soweit nicht anders angegeben, sind vom Meinungsforschungsinstitut Norstat ermittelt worden. An der Befragung zwischen dem 15. September 2017 und dem 25. September 2017 nahmen rund 1.000 Personen aus Deutschland teil. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die Bevölkerung Deutschlands ab 18 Jahren.

 

Text: Petra Sobinger (Quelle Wilde & Partner)
Bildmaterial: GetYourGuide

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